Lagerstätte

Die Anhydrit- und Gipslagerstätte Kohnstein (Niedersachswerfen) wurde vor ca. 240 Millionen Jahre im Thüringer Becken während des Zechsteins in der Werraphase gebildet. Zur damaligen Zeit herrschte im Bereich des Meeresbeckens vorwiegend arides Klima mit hohen Verdunstungsraten.

Die Verdunstung bewirkte, dass sich die Lösungskonzentration der gelösten Salze im Meerwasser ständig so lange erhöhten, bis ihre chemische Sedimentation ausgelöst wurde. Bedingt durch die Randlage unserer Lagerstätte im Zechsteinmeer ist die Sedimentationsrate und damit die Mächtigkeit des Anhydrits überdurchschnittlich hoch ausgebildet.

Der Anhydrit zeichnet sich durch eine hohe chemische Reinheit aus. Die Calciumsulfatwerte erreichen Werte bis ca. 99%.

Der industriemäßige Abbau der Lagerstätte setzte nach ersten kleineren Steinbrüchen im Mittelalter ab dem Jahr 1917 ein. Ab diesem Zeitpunkt wurden pro Jahr bis knapp 2 Millionen Tonnen Anhydritgestein abgebaut.